FEMALE PERFORMANCE Teil 2
- Mimu

- 28. Juli
- 4 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 30. Juli
Den Körper im Training unterstützen
Training im Menstruationszyklus – Jede Spielerin ist anders
Lesedauer: ca. 8 Minuten

Es gibt keinen perfekten Trainingsplan
Immer wieder liest man, dass während einer bestimmten Zyklusphase besonders intensiv trainiert werden sollte oder dass andere Phasen besser für Regeneration geeignet seien.
So einfach ist es jedoch nicht.
Jede Spielerin erlebt ihren Menstruationszyklus unterschiedlich. Während sich einige an bestimmten Tagen besonders energiegeladen fühlen, verspüren andere mehr Müdigkeit oder benötigen etwas mehr Erholung.
Deshalb gibt es keinen Trainingsplan, der für alle Spielerinnen gleich funktioniert.
Viel wichtiger ist es, den eigenen Körper kennenzulernen und seine Signale ernst zu nehmen.
🌹 Passende Beiträge aus unserem Wissensportal
Ein gutes Training besteht aus weit mehr als Belastung und Erholung.
Wenn dich interessiert, wie wir beim FFC Bern West Training altersgerecht gestalten, empfehlen wir dir auch unsere Beiträge über:
unsere Ausbildungsphilosophie
die Trainingsbausteine
vielseitige Ausbildung im Juniorinnenfussball
Verletzungsprävention
Den eigenen Körper wahrnehmen
Manche Tage fühlen sich leicht an.
An anderen fällt selbst das Aufwärmen schwer.
Das kennt jede Sportlerin – unabhängig vom Menstruationszyklus.
Deshalb lohnt es sich, vor jedem Training kurz innezuhalten und sich zu fragen:
Wie fühle ich mich heute?
Bin ich fit oder eher müde?
Habe ich Schmerzen?
Kann ich mich gut konzentrieren?
Schon diese wenigen Fragen helfen dabei, den eigenen Körper bewusster wahrzunehmen.
Nicht jede Menstruation verläuft gleich
Auch innerhalb eines Monats können Unterschiede auftreten.
Während manche Spielerinnen während ihrer Menstruation problemlos trainieren, fühlen sich andere weniger wohl.
Beides ist völlig normal.
Deshalb sollten Trainer:innen und Spielerinnen gemeinsam nach Lösungen suchen, anstatt Erwartungen oder Vergleiche in den Mittelpunkt zu stellen.
Denn ein gutes Training berücksichtigt immer den Menschen – nicht nur den Trainingsplan.
Körpergefühl statt starre Vorgaben
🩸 Menstruation→ Auf den eigenen Körper hören.
🌱 Follikelphase→ Viele Spielerinnen fühlen sich energiegeladen.
☀️ Eisprung→ Jede Spielerin erlebt diese Phase unterschiedlich.
🌙 Lutealphase→ Ausreichende Regeneration und bewusste Belastung können hilfreich sein.

Kommunikation schafft Vertrauen
Damit Training individuell gestaltet werden kann, braucht es Vertrauen.
Natürlich muss keine Spielerin persönliche Informationen preisgeben.
Wenn Beschwerden jedoch das Training beeinflussen, kann ein offenes Gespräch mit einer Trainerin, einem Trainer oder einer Vertrauensperson helfen.
Gemeinsam lassen sich oft einfache Lösungen finden.
Zum Beispiel:
Trainingsbelastung individuell anpassen.
Zusätzliche Trinkpausen einplanen.
Alternative Übungen wählen.
Bei starken Beschwerden bewusst etwas Tempo herausnehmen.
Das bedeutet nicht, weniger motiviert zu sein.
Es bedeutet, verantwortungsvoll mit dem eigenen Körper umzugehen.
Regeneration gehört zum Training
Viele denken beim Training zuerst an Sprints, Pässe oder Torschüsse.
Dabei beginnt Entwicklung häufig erst nach dem Training.
Ausreichender Schlaf, ausgewogene Ernährung, genügend Flüssigkeit und Erholung helfen dem Körper, sich an Belastungen anzupassen.
Gerade während des Menstruationszyklus kann es sinnvoll sein, bewusst auf diese Grundlagen zu achten.
🌹 Mehr zum Thema Ernährung
In unserem Blog „Ernährung und Hydration im Fussball“ erfährst du, warum Essen und Trinken wichtige Bausteine für Gesundheit und Regeneration sind.

Was können Trainer:innen tun?
Trainer:innen müssen keine Expert:innen für den Menstruationszyklus sein.
Viel wichtiger ist eine offene und wertschätzende Haltung.
Das bedeutet zum Beispiel:
✔ Verständnis zeigen.
✔ Nicht vorschnell urteilen.
✔ Fragen zulassen.
✔ Individuelle Unterschiede akzeptieren.
✔ Den Menschen vor die Leistung stellen.
Gerade im Juniorinnenfussball trägt eine vertrauensvolle Atmosphäre dazu bei, dass sich Spielerinnen wohlfühlen und langfristig Freude am Sport behalten.
💡 Wusstest du schon?
Nicht jede Spielerin merkt Veränderungen während ihres Menstruationszyklus. Und nicht jede Veränderung hängt automatisch mit dem Zyklus zusammen. Auch Schlaf, Schule, Stress, Ernährung oder Wachstum beeinflussen, wie sich eine Spielerin fühlt. Deshalb lohnt es sich immer, den ganzen Menschen zu betrachten.
Training bedeutet Entwicklung
Beim FFC Bern West möchten wir keine starren Vorgaben machen.
Unser Ziel ist es, Mädchen und Frauen dabei zu unterstützen, ihren Körper besser kennenzulernen und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln.
Ein gutes Training passt sich nicht nur dem Alter und dem Ausbildungsstand an.
Es berücksichtigt auch, dass jede Spielerin unterschiedlich ist.
Genau diese Individualität macht unseren Sport so spannend.
Möchtest du dein Wissen rund um das Training im Frauen- und Mädchenfussball weiter vertiefen?
Dann empfehlen wir dir diese passenden Beiträge aus unserem Wissensportal:
Erfahre, wie abwechslungsreiche und altersgerechte Trainingseinheiten die Entwicklung unserer Juniorinnen fördern.
Lerne die Grundsätze kennen, nach denen wir Spielerinnen langfristig begleiten und fördern.
Wie der Menstruationszyklus den Körper beeinflussen kann und warum jede Spielerin ihren eigenen Rhythmus hat.
FFC Bern West Empfehlung 🌹
Beim FFC Bern West verstehen wir Training als einen individuellen Entwicklungsprozess.
Nicht jede Spielerin fühlt sich an jedem Tag gleich – und das ist völlig normal.
Deshalb möchten wir ein Umfeld schaffen, in dem sich Spielerinnen wohlfühlen, Fragen stellen dürfen und lernen, auf ihren eigenen Körper zu hören.
Für uns bedeutet gutes Training nicht, immer mehr zu leisten.
Sondern mit Freude, Vertrauen und Begeisterung Schritt für Schritt besser zu werden.
Denn jede Spielerin entwickelt sich in ihrem eigenen Tempo – und genau darin liegt ihre Stärke.
🌹 Ausblick auf Teil 3
Im nächsten Teil unserer Serie Female Performance widmen wir uns der Ernährung im Menstruationszyklus.
Du erfährst, weshalb sich Appetit und Energiebedarf im Laufe des Zyklus verändern können, welche Rolle Eisen spielt und wie eine ausgewogene Ernährung den Körper im Training und Alltag unterstützen kann.
Dabei bauen wir auf unserem bestehenden Beitrag „Ernährung und Hydration im Fussball“ auf und zeigen die Besonderheiten für Mädchen und Frauen auf.





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