FEMALE PERFORMANCE Teil 1
- Mimu

- 28. Juli
- 4 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 30. Juli
Den eigenen Körper verstehen
Menstruationszyklus und Fussball – Wissen schafft Vertrauen
Lesedauer: ca. 8 Minuten

Fussball und der weibliche Körper
Fussball ist Leidenschaft, Bewegung, Teamgeist und persönliche Entwicklung.
Damit Mädchen und Frauen ihr Potenzial entfalten können, gehört jedoch mehr dazu als Technik, Taktik oder Athletik. Auch der eigene Körper spielt eine wichtige Rolle.
Während sich Jungen und Männer körperlich anders entwickeln, durchläuft der weibliche Körper regelmässige hormonelle Veränderungen. Diese gehören ganz selbstverständlich zum Leben und können das Wohlbefinden, die Energie oder das persönliche Körpergefühl beeinflussen.
Trotzdem wird über den Menstruationszyklus im Fussball noch immer wenig gesprochen.
Dabei gibt es keinen Grund dafür.
Je besser Spielerinnen ihren Körper kennenlernen, desto leichter können sie seine Signale verstehen und selbstbewusst damit umgehen.
Beim FFC Bern West möchten wir genau dieses Wissen vermitteln.
Nicht, weil jede Spielerin gleich ist.
Sondern weil jede Spielerin einzigartig ist.
🌹 Passende Beiträge aus unserem Wissensportal
Der Menstruationszyklus ist nur ein Teil einer gesunden sportlichen Entwicklung.
In unserem Blog findest du bereits weitere spannende Beiträge rund um
Training,
Ernährung,
Verletzungsprävention
und die Ausbildung junger Fussballerinnen.
Alle Beiträge ergänzen sich gegenseitig und helfen dabei, den eigenen Körper besser kennenzulernen und gesund Fussball zu spielen.

Was ist der Menstruationszyklus?
Der Menstruationszyklus beschreibt die natürlichen Veränderungen, die im Körper einer Frau jeden Monat stattfinden.
Er beginnt am ersten Tag der Menstruation und endet am Tag vor der nächsten Menstruation.
Im Durchschnitt dauert ein Zyklus etwa 28 Tage.
Gerade bei Jugendlichen kann die Zykluslänge jedoch unterschiedlich sein. Auch Zyklen zwischen 21 und 35 Tagen gelten als normal. In den ersten Jahren nach der ersten Menstruation kann es zudem etwas dauern, bis sich ein regelmässiger Rhythmus entwickelt.
Deshalb gilt:
Nicht jeder Zyklus verläuft gleich.
Und genau das ist völlig normal.
Die vier Phasen des Zyklus
Obwohl jede Spielerin ihren Zyklus unterschiedlich erlebt, lassen sich vier Phasen unterscheiden.
Diese helfen dabei, den eigenen Körper besser zu verstehen.
🩸 Menstruation
Mit der Menstruation beginnt ein neuer Zyklus.
Manche Spielerinnen fühlen sich während dieser Zeit etwas müder oder haben Unterleibsschmerzen.
Andere bemerken kaum Veränderungen.
Leichte Bewegung kann vielen sogar guttun.
Wichtig ist vor allem, auf den eigenen Körper zu hören und Beschwerden ernst zu nehmen.
🌱 Follikelphase
Nach der Menstruation beginnt die Follikelphase.
Viele Spielerinnen berichten in dieser Zeit über mehr Energie, gute Laune und grosse Motivation.
Das Training fühlt sich häufig leichter an und die Regeneration gelingt oft schneller.
Natürlich gilt auch hier:
Jeder Körper reagiert unterschiedlich.
☀️ Eisprung
Etwa in der Mitte des Zyklus findet der Eisprung statt.
Viele Frauen bemerken davon gar nichts.
Andere verspüren ein leichtes Ziehen im Unterbauch oder nehmen Veränderungen ihres Körpers wahr.
Beides ist vollkommen normal.
🌙 Lutealphase
Nach dem Eisprung beginnt die zweite Zyklushälfte.
In dieser Zeit berichten manche Spielerinnen über:
stärkeren Appetit
Müdigkeit
Wassereinlagerungen
Stimmungsschwankungen
Heisshunger
Diese Veränderungen gehören bei vielen Frauen zum natürlichen Zyklus.
Die vier Zyklusphasen auf einen Blick
🩸 Menstruation – Auf den Körper hören
🌱 Follikelphase – Oft mehr Energie
☀️ Eisprung – Jede Spielerin erlebt ihn anders
🌙 Lutealphase – Regeneration und Ernährung bewusst unterstützen

Jede Spielerin erlebt ihren Zyklus anders
Vielleicht hast du Freundinnen, die während ihrer Menstruation problemlos trainieren können.
Vielleicht kennst du aber auch Spielerinnen, die sich in dieser Zeit weniger belastbar fühlen.
Beides ist völlig normal.
Es gibt keinen «richtigen» oder «falschen» Zyklus.
Deshalb solltest du dich nicht mit anderen vergleichen.
Viel wichtiger ist es, deinen eigenen Körper kennenzulernen und auf seine Signale zu achten.
Offen darüber sprechen
Noch immer fällt es vielen Mädchen schwer, über ihre Menstruation zu sprechen.
Dabei gehört sie ganz selbstverständlich zum Leben vieler Frauen.
Ein respektvoller und offener Umgang hilft dabei,
Unsicherheiten abzubauen,
Vertrauen zu schaffen,
Missverständnisse zu vermeiden
und gemeinsam Lösungen zu finden.
Natürlich entscheidet jede Spielerin selbst, worüber sie sprechen möchte.
Wer sich jedoch wohlfühlt, darf Trainer:innen oder einer Vertrauensperson mitteilen, wenn Beschwerden das Training erschweren.

Den eigenen Körper kennenlernen
Viele Spielerinnen finden es hilfreich, ihren Zyklus in einem Kalender oder einer App festzuhalten.
Dabei geht es nicht darum, jeden Trainingstag nach einem festen Plan auszurichten.
Viel wichtiger ist es, den eigenen Körper besser kennenzulernen.
Vielleicht bemerkst du, dass du dich an bestimmten Tagen besonders energiegeladen fühlst.
Oder du stellst fest, dass dein Körper manchmal etwas mehr Erholung braucht.
Diese Beobachtungen helfen dir, deinen Körper besser zu verstehen.
💡 Wusstest du schon?
Viele Mädchen erfahren erst spät, welchen Einfluss der Menstruationszyklus auf das persönliche Wohlbefinden haben kann. Wer seinen Körper besser kennt, kann Veränderungen leichter einordnen und gewinnt oft mehr Sicherheit im Umgang mit sich selbst.
Wissen schafft Sicherheit
Beim Frauen- und Mädchenfussball geht es nicht nur um Tore oder Siege.
Es geht darum, gesund aufzuwachsen, Freude an der Bewegung zu haben und den eigenen Körper besser kennenzulernen.
Der Menstruationszyklus gehört ganz selbstverständlich dazu.
Je offener darüber gesprochen wird, desto einfacher fällt es Spielerinnen, Eltern und Trainer:innen, sich gegenseitig zu unterstützen.
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FFC Bern West Empfehlung 🌹
Beim FFC Bern West steht jede Spielerin als Mensch im Mittelpunkt.
Wir möchten Mädchen und Frauen dabei unterstützen, ihren Körper besser kennenzulernen und ein gesundes Verhältnis zu Bewegung, Training und Gesundheit zu entwickeln.
Dabei geht es nicht um Perfektion oder Höchstleistungen. Viel wichtiger ist es, mit Freude Fussball zu spielen, Vertrauen in den eigenen Körper zu entwickeln und langfristig gesund zu bleiben.
Wir möchten ein Umfeld schaffen, in dem Fragen gestellt werden dürfen, offen über Gesundheit gesprochen werden kann und jede Spielerin ihren eigenen Weg gehen darf.
Denn wer seinen Körper versteht, kann mit mehr Freude, Selbstvertrauen und Sicherheit Fussball spielen.
🌹 Ausblick auf Teil 2
Im nächsten Teil unserer Serie Female Performance geht es um das Training im Menstruationszyklus.
Du erfährst, weshalb es keine allgemeingültigen Trainingspläne für die verschiedenen Zyklusphasen gibt, warum jede Spielerin ihren Körper unterschiedlich wahrnimmt und wie Trainer:innen und Spielerinnen gemeinsam einen gesunden und individuellen Umgang mit Training, Belastung und Regeneration entwickeln können.





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